Wieviele Stunden wurden von Ärzten in Niedersachen aktuell seit dem 01.01.2015 UMSONST für Sie gearbeitet?

Arbeiten Sie gerne umsonst? Dann werden Sie Arzt!

Ratlos, Hilflos, Erfolglos - wie die Politik versucht, sich auf IHRE Kosten aus der Verantwortung zu stehlen.

Jetzt auch noch die Bertelsmann-Stiftung. Der Beitrag ist zu lesen HIER.

Unsere Antwort darauf:

Liebe Patientin,
in den vergangenen Tagen gab es vermehrt Pressemeldungen, in denen darüber berichtet wurde, dass Schwangere in gynäkologischen Praxen in Deutschland angeblich überversorgt werden. Aufgeführt wurden dabei Ultraschalluntersuchungen, die Untersuchung der Herzfrequenz des Kindes und der Wehen der Mutter durch eine Cardiotokografie (CTG) und bestimmte Bluttests.
Nicht erwähnt wurde leider, dass gerade wegen der herausragenden ärztlichen Schwangerenbetreuung die Sterblichkeit von Babys vor oder kurz nach der Geburt in den vergangenen Jahrzehnten auf ein Zehntel gesunken ist. Auch nicht erwähnt wurde, dass z. B. Bluttests, die eine Infektion mit Ringelröteln, Toxoplasmose oder eine Zytomegalie nachweisen können, von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Nicht erwähnt wurde, dass wenige Krankenkassen jedoch als Werbemaßnahme bis zu 150 Euro gerade für solche Leistungen den Müttern direkt erstatten.

Als werdende Mutter wollen Sie eigentlich nichts von Sterblichkeit und Krankheiten hören. Weil Sie sich eine sorgenfreie Schwangerschaft wünschen, wollen Sie Ihr Kind sehen, und nehmen die ärztliche Schwangerenvorsorge wegen der guten und umfassenden Betreuung wahr. Sie schätzen die Sicherheit, die Ihnen die frauenärztliche Betreuung bietet.

Daher wird Ihre Frauenarztpraxis Sie in Ihrer Schwangerschaft natürlich auch in Zukunft vertrauensvoll begleiten, Ihnen Ängste nehmen und alles dafür tun, damit Sie und Ihr Wunschkind optimal versorgt sind. Wie bisher auch, müssen wir Sie darüber aufklären, welche Maßnahmen sinnvoll sind – auch wenn diese nicht in den aktuellen Mutterschaftsrichtlinien enthalten sind, wie z.B. das sogenannte Erst-Trimester-Screening zwischen der 12. Und 14. Schwangerschaftswoche, zusätzliche Ultraschalluntersuchungen, Herzfrequenz- und Wehenableitungen oder Laboruntersuchungen. Sie bleiben aber zu jedem Zeitpunkt diejenige, die selbstbestimmt darüber entscheidet, was Ihre Ärzte für Sie tun, damit Sie diesen besonderen Lebensabschnitt mit Freude erleben.

Ihre Frauenarztpraxis

 

Unser Fazit:

Stellen Sie sich vor, Sie sind in der 30.SSW und haben gerade ihren letzten Ultraschall bekommen und nun warten Sie bis zur Entbindung ohne irgendeine Kontrolle und unwissend, wie es ihrem Kind geht! Macht ja nichts, Sie fühlen es ja!

Schon jetzt haben Sie in der Schwangerschaft nur noch eingeschränkte Arztwahl (s.u.)! Wie soll es weitergehen, wenn man/frau solche „Publikationen“ in der Presse lanciert lesen darf?


Krankenkassen erschweren freie Arztwahl von schwangeren Frauen

Vermehrt werden Gynäkologen von einigen großen Krankenkassen mit Regressen überzogen. Unglaublich aber wahr: Wenn ein Gynäkologe eine Schwangere behandelt, die den Frauenarzt wechseln möchte, z.B. weil sie sich nicht ausreichend betreut fühlt oder weil sie von München nach Hannover zieht, darf der „zweite“ Frauenarzt nicht mehr die Schwangerenpauschale erneut abrechnen!

Zum Verständnis: Die Krankenkassen zahlen ja immer „Alles“, welcher Patient kennt das nicht? Bei Nachfrage ist das die Standardantwort des Mitarbeiters der Krankenkasse am Telefon. Die Realität ist: Es gibt eine Flatrate! Bei Schwangeren ist diese Flatrate einmal pro Quartal abrechenbar! Pech für Frauenarzt Nr. 2 oder nun auch für die Schwangere, denn gemäß BSG Urteil vom 11.02.2015 ist die Abrechnung der Schwangerenbetreuung nach der Ziffer 01770EBM (Flatrate) nur von einem Vertragsarzt je Quartal und Schwangeren möglich. Somit scheidet die Abrechnung der Ziffer 01770 EBM durch einen weiteren Gynäkologen aus, unabhängig davon, ob der Arztwechsel von der Versicherten initiiert ist oder arztinduziert.

Konsequenz: Die Patientin muß nun von Ihrer Krankenkasse für das laufende Quartal eine Kostenübernahme beibringen oder die gesamte weitere Behandlung im laufenden Quartal privat bezahlen!

Aus Absicherungsgründen dürfen die schwangeren Frauen auch noch unterschreiben, das Sie vorher keinen Frauenarzt in diesem Quartal in dieser Schwangerschaft besucht haben, denn das Risiko eines Regresses trägt ausschließlich der Arzt, eine sehr förderliche Situation zur Vertrauensbildung zwischen Arzt und Patientin.

Hiermit wird deutlich, das die Krankenkassen, die sich ja lieber Gesundheitskassen nennen möchten, jetzt eher die Bezeichnung Sparkassen verdienen.

Wir sagen daher: PFUI!


Deutschland ist Weltmeister bei den kürzesten Wartezeiten

13.05.2015 - Deutschland ist schon wieder Weltmeister – und zwar bei den kürzesten Wartezeiten auf Facharzttermine. Einer Studie zufolge erhalten 83 Prozent der Patienten innerhalb eines Monats einen Termin beim Facharzt. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich noch vor der Schweiz an der Spitze.

Dahinter rangieren die USA, Großbritannien, die Niederlande und Neuseeland. In Australien, Frankreich und Norwegen erhält nur rund die Hälfte der Befragten innerhalb eines Monats einen Facharzttermin. Auf dem vorletzten Platz liegt Schweden. Schlusslicht ist Kanada mit einem Anteil von 41 Prozent.

Grundlage des Rankings ist eine Umfrage des Commonwealth Fund aus dem Jahr 2010. Bei einer Telefonumfrage wurden mehr als 19.000 Personen ab 18 Jahre in elf Industrienationen unter anderem zu ihren Erfahrungen mit Wartezeiten im Gesundheitssystem befragt.

Die Studie sei „ein positives Indiz“ dafür, dass die Patientenversorgung in Deutschland gelinge, sagte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen auf der Vertreterversammlung am Montag in Frankfurt am Main. Zudem belege sie, dass Deutschland im internationalen Vergleich „Weltmeister bei den Wartezeiten“ ist. Gassen fügte hinzu: „Unsere Wartezeiten sind extrem kurz und der Zugang zu allen medizinischen Leistungen ist für alle gegeben.“

KBV-Versichertenbefragung: Nur jeder Zehnte findet Wartezeit zu lang

Ein ähnliches Ergebnis wie die internationale Studie ergab 2014 die Versichertenbefragung der KBV. Danach wartet die Mehrheit der Patienten hierzulande gar nicht beziehungsweise maximal eine Woche auf einen Termin. Die Forschungsgruppe Wahlen hatte rund 6.000 zufällig ausgewählte Bundesbürger befragt.
Die Befragung ergab ferner, dass zwei Drittel der Bürger eine zentrale Servicestelle zur Vermittlung von Facharztterminen, wie von der Bundesregierung angestrebt, gut fänden. Jedoch glaubten nur 30 Prozent, dass sich damit Wartzeiten tatsächlich deutlich verkürzen lassen, 59 Prozent bezweifelten dies. Die KBV hat bereits mehrfach deutlich gemacht, dass sie eine zentrale Lösung ablehnt. Immerhin 72 Prozent der Befragten sagen, dass sie nicht zu irgendeinem, sondern zu ihrem Wunscharzt möchten.

Hier finden Sie den Artikel im Orginal und weitere Informationen

Und was machen unsere Politiker? Richten mit Ihren Krankenkassenbeiträge sogenannte Krankenhausambulanzen ein, in denen der Facharztstandard aufgehoben ist. Das heißt: Dort wird Sie kein Facharzt betreuen, sondern der Benjamin der Abteilung. Und weil es ja soviele Ärzte gibt, werden die „überflüssigen“ Praxen eingestampft.

Wir sagen daher: Pfui! Und: Wie dumm ist das?!